Auto Folie – selbst gemacht – Anleitung zum Folieren

Bevor das Folieren beginnen kann sind Natürlich ein paar Grundlegende Dinge zu machen. Hierzu gehört das man alle Anbauteile wie zum Beispiel Türgriffe entfernt. Dann werden die Flächen gereinigt die man Folieren möchte und das nicht zu sparsam – der Untergrund für die Folie muss bis ins letzte, noch so kleine Eck vollkommen gesäubert, fettfrei und beim Folieren selbst dann vor allem auch wieder trocken sein.

 

Die Art und Qualität der Folie spielt eine wirklich wichtige Rolle. Grundsätzlich verwendet man eine 0,1 mm starke PVC-Folie, die durch Acrylatkleber selbstklebend ist und auch bei extremerem Sonneneinfluss nicht so schnell austrocknen und sich lösen sollte. Echte Carwrappingfolie kostet pro laufenden Meter um die 7 Euro – im Gesamten müssen Sie für einen Kleinwagen um die 20 m² Folie berechnen, für einen größeren Wagen dementsprechend prozentual mehr, sodass das ganz schön teuer werden kann. Vor Kosten sollten Sie bezüglich der Folienwahl aber nicht zurückschrecken – die teureren Folien haben vor allem den Vorteil, dass sie nicht sofort steinfest sitzen, sondern erst durch deutlichen Druck ankleben und leichter wieder abzuziehen sind.

 

Neben den standards Metallic-, Matt- sowie Flip-Flop-Folien können auch Digitaldruckfolien für die Folierung benutzt werden. So könnt Ihr eigene Ideen auf Folie verwirklichen lassen und auf das Fahrzeug bringen. Entscheidet Ihr euch für einen solchen Druck, sollte euch klar sein, dass eben durch ihre Druckherstellung vereinzelt dünne Streifen auf dem Endprodukt wahrnehmbar bleiben. Habt Ihr die richtige Folie gefunden, so legt erst einmal lose aus, um sie besser zuschneiden zu können. Je genauer Ihr beim Zurechtschneiden vorgehet, desto mehr Arbeit bleibt euch beim tatsächlichen Folierprozess erspart.

 

Carbon Wrapping

 

BMW Carbon Foling

 

Bevor Ihr nun beginnt die Folie auf zu tragen, gebt Trennmittel auf den Grund und poliert es sauber ein, sodass, nachdem ihr die Folie wieder abzieht, später keine Kleberückstände am Auto mehr sind. Entgegen dem weit verbreiteten Glauben wird bei der Montage keine Flüssigkeit benutzt und der Vorgang geht absolut trocken vonstatten. Merkt euch als Tipp für das Folieren, dass immer eher in der Mitte und mit größeren Flächen begonnen wird als mit Detailarbeit. Die Folierung sollte sich demnach von hinten nach vorne und von innen nach außen vervollständigen und die Folie selbst kann so oft wie nur nötig abgezogen und so dem Wagen bis ins Detail angepasst werden.

 

Unbedingt benötigt wird Natürlich auch etwas Werkzeug, neben Heißluftföhn mit Filz vor allem eine Kunstoffrakel. Diese Werkezuge sind leicht erhältlich, in jedem Baumarkt solltet ihr fündig werden – habt ihr keine Lust los zu gehen findet ihr auch im Internet sehr viele Angebote dazu. Der Föhn soll die Folie dabei besonders flexibel und geschmeidig werden lassen, sodass sie mit dem Rakel leichter in die Ecken zu streichen ist. Achtet aber darauf, nicht konstant auf einer Stelle zu föhnen, weil die Folie sonst womöglich schmilzt. Die ratsamste Temperatur während des Folierens ist einfache Zimmertemperatur –  so befindet sich die Folie bereits in recht weichem Zustand und ist am besten zu verarbeiten.

 

Bilden sich beim Foliervorgang kleine Bläschen, so sollten die innerhalb von 2 – 3 Wochen von ganz alleine verschwinden. Passiert das im angegebenen Zeitraum nicht oder erscheinen Ihnen die entdeckten Blasen einfach zu groß, sollten Sie sie aufstechen und mithilfe des Rakels die eingeschlossene Luft herausschieben. Wichtig ist, dass Sie bei allen Arbeiten mit dem Rakel den tatsächlichen Lack des Autos nicht beschädigen.

 

Vergesst nicht, dass das Folieren immer nur dann zu einem ansehnlichen Effekt führt, wenn das Auto unter der Folie in bestem Zustand ist. Das heißt also, Lack muss vorhanden und sollte zudem dellen- und vor allem rostfrei sein. Ist das nicht der Fall, sieht man die Schäden auch nach dem Folieren des Autos durch, zudem kann es am Ende zu einer Korrosion kommen und der Wagen fällt einfach auseinander, nachdem er unter der Folie über Jahre vor sich hin gerostet ist.

 

Grundsätzlich rechnet man für einen Durchschnitts Fahrzeug ungefähr 6 – 10 Stunden, wenn zwei daran arbeiten. Also – fragen Sie lieber einen Freund, ob er Ihnen hilft. Alleine wird Sie das Folieren womöglich leicht entnerven.

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